2015-2020

Jedes Ding hat seine Geschichte. Einige unserer Sachen sind längst schon Legende.

 

Aktuell 1881 begründete Rudolph Karstadt seine Kette von Warenhäusern, denen herausragende Architekten wunderbare Gebäude entwarfen. Aktuell wird die Rekonstruktion des Hauses am Berliner Hermannplatz diskutiert. Was bleibt nach der Insolvenz 2020, nach dem Verschwinden der übernommenen Warenhäuser Hertie und Quelle? Aus einer Sammlung von Druckbögen haben wir originale Matchboxbilder frisch auf neue Schachteln gelegt. Wertvolle Holzschnitte für die Karstadt-Werbung aus den Siebzigern. Serie Sold out

Original Nähtank mit abschraubbarem Fingerhut und Garnspule mit 2 Nadeln. Handschmeichelgroß praktisch für unterwegs. Gab es überall in der DDR als Souvenir mit einem Bildlogo des sehenswürdigen Kulturortes, ob Schiffshebewerk Niederfinow oder Bode-Museum Berlin. Luecke bekam einen von Zero, der staatlichen Recyclingszszentrale. Wir haben die Restbestände aus der eingestellten Plaste-Produktion übernommen und mit eigenen Logos wie dem ostberliner Bär reisefertig gemacht. 

 

Aus Warschau und Budapest kommen die wundervollen Tonpostkarten, welche in Polen und Ungarn von 1960 bis zum Anfang der 1980er Jahre zumeist von privaten Musikverlagen geprägt wurden. Das Plastemedium wurde schließlich vom Tonband verdrängt. Mit Anschrift und Briefmarke auf der Rückseite versehen, gelangten die Melodien, darunter seltene Radioaufnahmen und liszensierte ausländische Werke, per Post auf besondere Plattenspieler, die Karolinka und Bambino hiessen. Schallpost mit Polka, Walzer und Chormusik, Schlager und Beat. Wir legen gern mal eine auf!
 

Vor der Paris Bar in Berlin lehnte einst Martin Kippenbergers Laterne an Betrunkene. Vor dem Mars im ehemaligen Krematorium Wedding liegt eine andere. Bei uns lagern Plastelaternen bei den articles des Paris, handgemacht in den Fünfzigern des Berlin der Lili Marleen.

 

Galanteriewaren Die handbemalten Glasmerker dienen der Kennzeichnung von Trinkgläsern und waren der letzte Schrei auf jeder Party der Sechziger Jahre. Kleine Liebenswürdigkeiten, die schnell zu Nippes wurden. Obwohl das Posthorn heute an Bedeutung verloren hat, halten sich andere Symbole hartnäckig im Gedächtnis des Glücks: der Schornsteinfeger treibt das Böse aus dem Kamin, das bogenförmige Hufeisen schützt die Haustür, das Schwein bringt Geld, das Vierblatt ist ein Klee vom Paradies und das Marienkäferchen steht für die Mutter Maria. Was aber macht die Banane und was der Enzian? Die article de Paris kommen dabei gar nicht aus Frankreich, sie wurden in West-Berlin gepägt. Originale Produktionsreste


 


URBAN BIRDING  Die alten Sammelbilder der Zigarettenhersteller wurden in den 1950er Jahren aufwendig gedruckt, die aus der DDR noch mit Goldrand. Rückseitig eine Beschreibung und manchmal der Gesang in Noten. Auf neue Klappkarten gesteckt mit Büttenumschlag wunderschöne Bildboten. Wir haben sie alle.
 

Der Zigarettenpapierhersteller Efka gab um 1955 Miniatur-Wahrsagerkarten heraus. Set in original Reisekoffer von Barbie. Sold

 

ALEPPO SOAP kommt direkt aus Syrien. Max Moor fragte sich in seiner "Reise um die Welt" auf youtube, wie man die handgemachten Olivenöl-Seifen aus den noch existierenden traditionellen Siedereien im Krisengebiet überhaupt sicher zu uns bringen kann. Zhenobya schafft das. Gästeseife

Findest Du eine Figur im Kuchenstück am Dreikönigstag, bist Du die Königin oder der König des Tages. Einstmals waren die in den Teig gebackenen Symbole aus Gips oder Kunstmasse schlichtweg Bohnen (Les fèves). 1960er Jahre, Frankreich. SOLD

Schön alte Berliner Bartschlüssel aus einem Fabrikgebäude in der Kreuzberger Manteuffelstraße. Die Alternative zum Brückenschloss. Verschickbar
  

Nudelheber Pastageber. Handgeschnitzte Kronen ausgewählter Berliner Tannenbäume. Eigenes Spitzenprodukt seit 2007. Naturbelassen kochwasserfest. Organic Pastalifter handmade from used X-Mas-Tree-Tops. SOLD OUT

 

CLOVER Nur mit Glück findet sich der Clochard an der Seine in Paris mit seinen gepressten Viererkleeblättern. Sold

Modell Pflanzenzelle für den Biologieunterricht in der DDR. Magnethaftender Zellkern, handgemachte Mitochondrien aus gebranntem Ton und Vakuolen aus Styropor. Original Blech handlackiert. VEB Lehrmittel Meißen. SOLD

Sitzen zwei Affen am Spieltisch beim Schach. Das tierische Gleichnis am Kapitell im Ostchor des Naumburger Doms (13. Jhdt.) ist eine Mahnung an die Geistlichen, sich die Zeit nicht mit teuflischem Spiel zu vertreiben. In unserer Sammlung alter Spieltafeln aus Ost und West stecken Autorennen, Schiffsreisen in alle Welt und Weltraumfahrten. Leiter- und Lernspiele, erste Brettspiele zu TV-Serien, Natur- und Stadtsafaris. Ungerahmte Pappbildtafeln

  

Dieser Ost-Norm-Zeitungskiosk steht original im Museum für "Alltagskultur in der DDR" in der Kulturbrauerei am Prenzlauer Berg. Kioske sind verlorengegangene Treffpunkte und kulturelle Kommunikationsorte, wie die Telefonzellen. Immer auf Luecke
 

alter Suppen-Henkelmann, Pappe, Privatslg.

Salon Hong Kong Mit zunehmender Konsumorientierung der Chinesen liegen Luxusgüter voll im Trend. Auch bei den Rauchopfergaben. Neben Blumen und Papiergeld von der Hell Bank werden Westmarken-Attrappen von Limousinen, Fashion, Schmuck und iPads aus Pappe über das Feuer ins Jenseits gebeamt.
 

 

Grimms Mädchen Der deutsche Modezeichner Gerd Grimm (1911-1998) prägte die Werbung für die legendäre Zigarettenmarke REVAL. In seinen Handzeichnungen fing er die Lebenseinstellung und die Stimmung der späten 1960er und 1970er Jahre ein und hinterliess den Luxus der Zeit auf Plakaten und auf den damals neu aufkommenden Tragetaschen aus Polyethylen (more> Grimm Foundation). SOLD

Immer eine Plastiktüte des Montas im Schaufenster


Piratengarn! In den 1960er Jahren legte sich die "MS Seefalke" aus Hamburg nachts in schwedische Häfen, wo Kapitän und Mannschaft Waren von anderen Schiffen klauten. Zur Beute gehörten Teppiche und sogar Lichtmasten vom Kai. Die Polizei nahm sie fest, das Schiff verschwand und tauchte später im Museumshafen Hamburg wieder auf (Der Spiegel Nr. 12/1968). Von hier stammt das originale Souvenir der Zeit: eine emaillierte Messing-Schatulle mit Seefalke-Gravur. Im Inneren der Miniatur-Schatzkiste: Fingerhut, Nadel und Faden. SOLD

Luzifers Streichholzschachteln galten international als fingernahe Werbefläche. Wir haben alte Sammlungen druckfrischer Labels aus den Sixties entdeckt und die schönsten Grafiken auf neue Schachteln gelegt. Feine Adressen von der Ginza in Tokio, Jubel aus China und veraltete Technik aus der Sowjetunion sind wundervolle Motive mit zündendem Inhalt.

          

Geschichte der Holz-Datsche (Modell-Set). Moskowski Metropoliten. Set mit Ansichten der "unterirdischen Paläste" Moskaus. Gedruckt in den 1960er Jahren in der UDSSR.

KELIMEK Eva Pelechova hat die Motive der alten Yoghurtbecher ihrer Großmutter auf neues böhmisches Porzellan übertragen. Die leeren Becher dienten ihr bis in die Siebziger Jahre als Pflanzbehälter und brachten in Reihe Farbe auf die grauen Balkone in Prag. Edition The Hidden Factory, Prag.Vergriffen 

Finkenwerder Elbfrösche Aus einer aufgegebenen Fischerei im Hamburger Fleet neben dem Airbus Dock. 1500 gr. leichte Schwimmkugeln aus Aluminium. Stehen Hängen Hanteln Werfen.

 

           

New York, Paris, London und Venedig waren bis 1989 für die meisten Bürger der ehemaligen DDR unerreichbar. Beim Nähen und Sticken ließ es sich von fernen Städten nur träumen. Im Hauptstadtkoffer steckt neben den Nadeln ein Einfädler aus Blech, dessen kaltgeprägte Vignette an den alten Schwarzkopf erinnert. On stock              

      

Faller Modelle 1960er                   Reklameseite aus Readers Digest 1952

Milchpilz In Freibädern und in städtischen Parks wurden in den 1950er Jahren fliegenpilzförmige Holzkioske aufgestellt. Milchshakes kamen gerade in Mode, man traf sich an der Milchbar. Alkohol und Wahlzettel gab es erst ab 21. Noch heute existieren zwei denkmalgeschützte Milchpilze, in Bregenz und in Regensburg.

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Prinses Marijke van Holland trägt ihren Hocker im Park des Palais Soesdijk 1951 selbst. Prinz Bernhard, Gemahl der Königin Juliana, beauftragte zur Behandlung eines Auges ihrer Tochter eine Wunderheilerin, die den Okkultismus an den Hof brachte."Der Spiegel" deckte die Greet Hofmans - Affaire "Zwischen Königin und Rasputin" 1956 auf. Die doppelt leidende Prinzessin stieg aus und verzichtete auf die Rechte am Thron. Als Christina von Oranien-Nassau zog sie nach Kanada und New York, um ein einfaches Leben als Musikerin zu führen. Luecke schemelt und hitscht immer gern.